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Risiken und Nebenwirkungen

Betrachtet man den volkswirtschaftlichen Schaden im Gesundheitssystem, dann ist nicht die verhältnismäßig kleine Gruppe dopender Leistungs- und Spitzensportler ein Problem, sondern der in absoluten Zahlen viel größere "Markt" des Substanzmissbrauchs in der Gesellschaft. So leben bspw. Breiten- und Freizeitsportler - so abwegig das auf den ersten Blick klingen mag - sogar gefährlicher als dopende Spitzensportler.

Hinter einem ausgeklügelten Doping im Spitzensport steht meist in irgendeiner Weise eine medizinische Betreuung und Überwachung, um die kurzfristigen Risiken und Nebenwirkungen des Dopings zu minimieren. Im Breiten- und Freizeitsport werden die Substanzen und Informationen aus dem Internet oder von dubiosen Mittelsmännern besorgt mit dem Risiko, dass diese unter unhygienischsten Bedingungen in "Hinterhof-Laboren" hergestellt wurden. Die perfekt gefälschten Verpackungen führen dazu, dass die Konsumenten von der Qualität der Ware überzeugt sind, die oft horrenden Schädigungen werden erst nach einiger Zeit offenbart. In diesem Zusammenhang ist auch die Anwendung von Nahrungsergänzungsmitteln (NEM) kritisch zu hinterfragen.

Ausführliche Informationen zur Gefährlichkeit von ausgewählten Substanzen finden Sie hier:

Nicht zugelassene Substanzen

Die Risiken der Anwendung nicht zugelassener Medikamente (zum Beispiel Arzneimittel in der präklinischen oder klinischen Entwicklung bzw. Arzneimittel, deren Entwicklung eingestellt wurde, Designerdrogen, nur für die Anwendung bei Tieren zugelassene Substanzen) sind nicht abschätzbar.

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Anabole Steroide (Anabolika)

Die Nebenwirkungen reichen von massiven Störungen des Hormonhaushalts, Herz- und Kreislauferkrankungen, psychisch auffälligen Verhaltensweisen (gesteigerte Aggressivität), verkleinerten Hoden, Stimmveränderungen, Akne, Verknöcherung der Wachstumsfugen (bei Jugendlichen) bis hin zu erhöhtem Tumor-Risiko (Prostata-, Brust- und Leberkrebs).

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Wachstumshormone und verwandte Substanzen

Diese Mittel greifen massiv in den Hormonhaushalt ein bzw. beeinflussen den Stoffwechsel erheblich und bergen somit zwangsläufig ein breites Spektrum an Risiken und Nebenwirkungen. So drohen bei Wachstumshormonen etwa: Vergrößerung der Kiefer-Kinn-Partie, verstärktes Wachstum von Fingern, Händen, Zehen, Füßen, Nase und Jochbein, auch innere Organe nehmen an Größe zu, erhöhtes Diabetes-Risiko, Blut- Hochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

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Stimulanzien

Diese Substanzen (z. B. Amphetamine, Ephedrin, Kokain, Ecstasy) steigern die Körpertemperatur, den Herzschlag, und den Blutdruck und führen zu Stresssymptomen, Unrast, Aggression, Depression und Suchtverhalten.

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Diuretika

Diuretika sind Medikamente mit unterschiedlicher chemischer Struktur. Sie fördern die Ausscheidung von Körperwasser (Urin). Diuretika wirken auf die Niere und fördern die Ausscheidung von Urin. Stark wirkende Diuretika führen in wenigen Stunden zu schnellem Wasserverlust und damit zu einer Gewichtsreduktion von einem bis zwei Kilogramm.

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Insulin

Insulin reguliert den Zuckerstoffwechsel und transportiert den Hauptenergieträger des menschlichen Körpers, die Glucose, vom Blut in die Muskeln und ist somit lebensnotwendig. Allerdings kann es in hohen Dosierungen auch tödlich sein. 

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Schmerzmittel

Schmerzmittel (Narkotika) wirken auf das Nervensystem und dämmen den Schmerz. In geringen Dosierungen heben sie die Stimmung. Sie werden daher zur Schmerzstillung bei schweren Erkrankungen oder Verletzungen bzw. zur Suchtbekämpfung unter medizinischer Kontrolle (kontrollierte Heroinabgabe, Methadon-Programm) angewendet.

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Gendoping

Das gezielte Einbringen von Genen in bestimmte menschliche Zellen soll Krankheiten heilen, die durch einen Gendefekt hervorgerufen werden. Die betroffenen Menschen könnten so auf eine Vielzahl von Medikamenten verzichten und hätten eine bessere Lebensqualität. Über die langfristigen Auswirkungen ist heute noch nichts bekannt. Jeder Eingriff in die Zellstruktur bzw. das Genom des Menschen ist allerdings mit nicht abschätzbaren Risiken verbunden.

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